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Abteilung Optimierung und Finanzmathematik
Aktuelle Projekte
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Methoden der Optimierung und Optimalen Steuerung in der ebenen
Geometrie
Anita Kripfganz
Eine spezielle Klasse geometrischer Probleme
befasst sich mit der Suche nach extremalen charakteristischen Parametern
ebener konvexer Figuren, wobei gewisse andere Parameter fixiert sind.
Allgemein ergeben sich restringierte parametrische Extremalprobleme
im Raum der konvexen Figuren. Zur Lösung solcher Probleme sind z.T.
erfolgreich Methoden der Optimierung und Optimalen Steuerung, wie etwa
die Dualitätstheorie oder das Pontrjagin'sche Maximumprinzip,
einsetzbar.
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Lösungsverzweigung bei Aufteilungsproblemen
Anita Kripfganz
Betrachtet wird ein Aufteilungs- bzw. Zuteilungsproblem
mit nichtlinearen Gesamtkosten und einer Kopplungsnebenbedingung
für die Ressourcen. Die einzelnen Projekte werden mit derselben
konvex-konkaven Kostenfunktion bewertet, aus der sich die Gesamtkosten
additiv zusammensetzen. Gesucht ist die Struktur der optimalen Aufteilung
in Abhängigkeit vom Kopplungsparameter. Für gewisse konvex-konkave
partielle Kostenfunktionen ist eine Verzweigung zwischen symmetrischer
und nichtsymmetrischer Aufteilung zu beobachten.
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Eine Verallgemeinerung der Navier-Stokes-Gleichungen auf Zweiphasenströmungen
Thomas Blesgen
Eine modifizierte Allen-Cahn-Gleichung wird mit
dem inkompressiblen Navier-Stokes-System kombiniert. Es kann gezeigt
werden, dass nach einer Anpassung des Spannungstensors der zweite
Hauptsatz der Thermodynamik Gültigkeit besitzt. Eine physikalische
Interpretation für den neuen Spannungstensor kann gefunden werden.
Das Modell kann z.B. zur Beschreibung von Kavitation in strömenden
Flüssigkeiten verwendet werden. Finite-Volumen-Rechnungen wurden
durchgeführt zur Illustration des typischen Verhaltens der Gleichungen.
Globale Existenz von Lösungen kann gezeigt werden z. B. im Fall,
dass das System als inkompressibel angenommen wird.
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Mathematische Modellierung von Diffusionsinduzierter Segregation
Thomas Blesgen, Stephan Luckhaus
Auf der Grundlage kristallographischer Experimente
wurde mit Hilfe partieller Differentialgleichungen ein mathematisches
Modell zur Beschreibung der sogenannten Chalcopyrit-Krankheit in
Spalerit entwickelt. Durch Wahl geeigneter Freier Energien konnten
die signifikanten Eigenschaften des im Labor beobachteten physikalischen
Prozesses korrekt wiedergegeben werden. Numerische Simulationen belegen
die physikalische Relevanz des entwickelten Modells.
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Ein Mathematisches Modell für Phasenübergänge
in Kristallen
Steffen Arnrich, Thomas Blesgen, Stephan Luckhaus
Das Ziel dieses Projekts ist die Analyse der elastischen
Theorie von Kristallen mit Mikrostruktur, wobei die Freie Energiedichte
von der örtlichen Teilchendichte eines oder mehrerer im Kristall
vorkommender Molekülarten abhängt. Diese lokale Teilchendichte
kann sich durch Diffusion verändern. Das Modell beschreibt eine
isothermale Situation. Weiter wird angenommen, dass die mechanischen
Deformationen sich unendlich schnell an die Diffusion anpassen und dass
keine Zwischengitterplätze auftreten. Ein Gradienten-Oberflächenterm
beschreibt die Oberflächenenergie entlang der Phasengrenzen.
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Mathematische Modellierung von Abhängigkeiten beim Management
von Finanzrisiken
Rüdiger Frey
Im finanziellen Risikomanagement ist man normalerweise
an der Verteilung der Verluste eines gegebenen, typischerweise großen
Portfolios interessiert. Diese Verteilung wird natürlich stark
von den Abhängigkeiten zwischen den Verlusten aus den Einzelrisiken
in dem Portfolio bestimmt. In den meisten finanzmathematischen Modellen
wird diese Abhängigkeit durch Korrelationen beschrieben. Die
neuere Risikoforschung hat gezeigt, dass Korrelationen bei nicht multivariat-normalverteilten
Risiken, wie sie etwa im Kreditrisikomanagement vorliegen, ein sehr
problematisches Abhängigkeitsmaß sind.
Im vorliegenden Projekt soll speziell die Modellierung
von Abhägigkeiten im Kreditrisikomanagement und bei der Bewertung
von Kreditderivaten untersucht werden. Dabei spielen sowohl theoretische
Fragen (Modellrisiko) als auch statistische Fragen (Modellkalibrierung)
eine Rolle. Darüber hinaus ist geplant, die Modellierung von Abhängigkeiten
auf der Ebene von stochastischen Prozessen zu untersuchen. Bei der
Untersuchung dieser Fragen werden wir eng mit Wissenschaftlern der ETH
Zürich zusammenarbeiten.
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Mathematische Modellierung von Marktunvollkommenheiten
Rüdiger Frey
Die klassische Theorie zur Bewertung von Derivaten
geht von der Annahme friktionsloser Märkte aus (keine Transaktionskosten,
liquide Märkte in denen jederzeit große Transaktionen
möglich sind, ohne dass der Preis eines Wertpapiers beeinflusst
wird); darüber hinaus setzt man meist die Vollständigkeit
des Marktes voraus. Unter diesen Annahmen kann eine sehr elegante Theorie
der Bewertung von Derivaten entwickelt werden. Mathematische Hilfsmittel
sind Stochastische Analysis und Martingaltheorie und auch Ergebnisse
aus dem Bereich Theorie und Numerik parabolischer Differentialgleichungen.
Die Annahme friktionsloser und insbesondere liquider
Märkte stellt bestenfalls eine approximative Beschreibung der
Wirklichkeit dar. Auch führt eine realistische Modellierung der
Dynamik von Wertpapierpreisen, die Kurssprünge und zufällig
fluktuierende Parameter der Preisdynamik zulässt, typischerweise
zu Modellen mit unvollständigen Märkten. In der aktuellen
finanzmathematischen Forschung sind deshalb vermehrt Ansätze zur
Bewertung und Absicherung von Derivaten in unvollkommenen Märkten
entwickelt worden. Es ist geplant, insbesondere die Ansätze zur Modellierung
von illiquiden Märkten weiter zu verfeinern. Unter der Annahme, dass
die Preiselastizität eines Marktes konstant ist, wurde in verschiedenen
jüngeren Arbeiten gezeigt, dass sich die Absicherungsstrategie durch
eine voll nichtlineare Variante der klassischen Black-Scholes Differentialgleichung
beschreiben lässt. Da die Liquidität durch einen stochastischen
Prozess beschrieben wird. Dafür ist eine Verallgemeinerung der Ergebnisse
auf unvollständige Märkte erforderlich. Dies führt zu
interessanten Fragen im Bereich stochastische Analysis und nichtlineare
parabolische Differentialgleichungen. Darüber hinaus ist beabsichtigt,
die Kalibrierung von Modellen mit Marktilliquidität an Preise von
gehandelten Optionen zu untersuchen.
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