von Dyck

Walther von Dyck
(1856 – 1934)

Der am 06. Dezember 1856 in München geborene Walther von Dyck kommt 1880 als Assistent von Felix Klein an die Universität Leipzig. Er hatte 1879 bei Klein an der Universität München Über regulär verzweigte Riemannsche Flächen und die durch sie bestimmten Irrationalitäten promoviert.

1882 habilitiert er über Gruppentheoretische Studien und wird zum Privatdozent in Leipzig ernannt. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die geometrische Anschauung. So sind seine ersten Arbeiten eine Verknüpfung von Geometrie, Algebra und Funktionentheorie.

1884 wird ihm die Nachfolge seines ehemaligen Professors Alexander Brill am Lehrstuhl für „Höhere Mathematik und Analytische Mechanik“ angeboten. Er geht zurück nach München und führt hier zu wesentlichen Veränderungen in der Verfassung der Technischen Universität. So wurden die Direktoren fortan nicht mehr berufen, sondern zum Rektor gewählt. Dyck gilt als Gründungsmitglied der deutschen Mathematikervereinigung (1900), ein Mitbegründer des Deutschen Museums (1903), Herausgeber der Mathematischen Annalen und der Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften.

Nach fast einem halben Jahrhundert Lehre in München und 12 Jahren als Rektor (1900 – 1906 & 1919 – 1925) stirbt er am 9. November 1934 in München.

Letzte Änderung: 9. März 2015