Sophus Lie

Sophus Lie
(1842 – 1899)

Marius Sophus Lie wird am 17. Dezember 1842 in Nordfjordeide (Norwegen) geboren. Im Alter von 17 Jahren beginnt er Naturwissen-schaften an der Universität in Christiania (heutiges Oslo) zu studieren und beendet 1865 dieses Studium. Vier Jahre später bekommt er eine durch Stipendien geförderte Reise nach Berlin, wo er die Seminare von Karl Weierstraß und Ernst Eduard Kummer besucht und Felix Klein kennenlernt, mit dem er fortan einen regen Briefkontakt hält. Geprägt von diesen Eindrücken kehrt er 1871 nach Christiania zurück. Hier promoviert und habilitiert er mit der gleichen Arbeit, so dass er 1872 als ordentlicher Professor für Mathematik an der Universität Christiania beginnt.

Vor allem seine Arbeiten zur Berührungstransformation und seine Geraden-Kugeltransformation, die er beide auf Differentialgleichungen anwendet, werden zu dieser Zeit berühmt.

1884 kommt Friedrich Engel auf Anregung von Felix Klein zu Lie. Beide erarbeiten ein Werk über Transformationsgruppen und kehren 1886 nach Leipzig zurück, als Sophus Lie die Nachfolge von Klein am Lehrstuhl für Geometrie und als Direktor des Mathematischen Instituts übernimmt. Hier publiziert er Werke wie die Theorie der Transformationsgruppen (1892) und Geometrie der Berührungstransformationen (1896). 1898 kehrt er nach einem Nervenzusammenbruch schwer krank nach Christiania zurück und stirbt hier am 18. Februar 1899.

Letzte Änderung: 10. März 2015