Paul Koebe

Paul Koebe
(1882 – 1945)

Paul Koebe wird am 15. Februar 1882 in Luckenwalde geboren. Bis 1900 besucht er das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin und beginnt im Anschluss sein Studium in Kiel und Berlin. 1905 promovierte er bei Hermann Amandus Schwarz über Diejenigen Funktionen eines Arguments, welche ein algebraisches Additionstheorem besitzt.

Zwei Jahre später geht er nach Göttingen und habilitiert dort. Im gleichen Jahr formuliert er den Beweis für das Uniformisierungstheorem auf riemannschen Flächen, welcher von Felix Klein und Henri Poincaré vorbereitet wurde.

Koebe bleibt bis 1910 als Privatdozent in Göttingen tätig. Daraufhin bekommt er eine außerordentliche Professur für Mathematik an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig. In dieser ersten Leipziger Zeit erfolgt auch sein Beweis von Riemanns Abbildungssatz, mit dessen Hilfe der Maßerweiterungssatz von Carathéodory besser bewiesen werden kann. In diesem Beweis verwendet er das Koebische Schmiegungsverfahren (Iterationsverfahren).

1914 wird er ordentlicher Professor und Direktor des Mathematischen Seminars in Jena. Hier bleibt er zwölf Jahre und lang und es entsteht die bekannte Koebe-Funktion: f(z)=z/(1-z)².

1926 kehrt er nach Leipzig zurück und wird hier für eine ordentliche Professur berufen. Von 1933 bis 1935 war er Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Abteilung. Am 06. August 1945 stirbt Paul Koebe in Leipzig im Alter von 63 Jahren an Magenkrebs.

Letzte Änderung: 10. März 2015