Otto Hölder

Otto Hölder
(1859 – 1937)

Otto Hölder wird am 22. Dezember 1859 in Stuttgart geboren. Im Alter von 17 Jahren beginnt er in Stuttgart das Studium der Ingenieur-wissenschaften, geht aber schon im selben Jahr nach Berlin und hört hier die Vorlesungen von Leopold Kronecker, Ernst Eduard Kummer und Karl Weierstraß.

1882 promoviert er bei Paul Du Bois-Reymonde in Tübingen mit der Arbeit Beiträge zur Potentialtheorie. Zwei Jahre später promoviert und habiliert er in Göttingen Zur Theorie der trigonometrischen Reihen. Von 1884 bis 1889 ist Hölder als Privatdozent in Göttingen tätig und wird für kurze Zeit außerordentlicher Professor für Mathematik. In dieser Göttinger Zeit findet er 1886 das erste Beispiel einer transzendenten Funktion, die nicht einer algebraischen Differentialgleichung entspringt. 1889 wird Hölder zu einer außerordentlichen Professur nach Tübingen berufen. Sieben Jahre später bekommt er die Nachfolge von Hermann Minkowski auf den vormals Hilbertschen Lehrstuhl in Königsberg.

1899 wechselt er ein letztes Mal die Universität und wird für eine ordentliche Professur für Mathematik als Nachfolge von Sophus Lie in Leipzig berufen. Hier wird 1901 auch sein Sohn Ernst geboren. 1912/13 ist er Dekan der Philosophischen Fakultät und 1918 sogar Rektor der Universität Leipzig. Otto Hölder stirbt am 29. August 1937 in Leipzig.

Er hat bahnbrechende Leistungen auf dem Gebiet der Analysis gebracht und ist der Entdecker bzw. Namensgeber der Hölder-Ungleichung, Hölder-Stetigkeit und des Hölder-Raumes.

Letzte Änderung: 10. März 2015