Karl Rohn

Karl Rohn
(1855 – 1920)

Karl Friedrich Wilhelm Rohn wird am 28. Januar 1855 in Schwanheim geboren. Er besucht das Bensheimer Gymnasium und beginnt mit 17 Jahren das Studium der Ingenieurwissenschaften in Darmstadt. Hier wird er schnell durch Alexander von Brill für die Mathematik begeistert. 1874 studiert er in Leipzig und wechselt ein Jahr später nach München. Rohn beendet 1878 sein Studium mit der Promotion Betrachtungen über die Kummersche Fläche und ihren Zusammenhang mit der hyperelliptischen Funktionen p=2 bei Felix Klein. Als Klein im darauffolgenden Jahr den Ruf nach Leipzig bekommt, geht Rohn mit ihm und habilitiert sich an der Universität.

Er lehrt fünf Jahre lang als Privatdozent mit Schwerpunkt auf der Geometrie. 1884 wird er zum außerordentlichen Professor ernannt, geht allerdings noch im gleichen Jahr an die TH Dresden, wo er anfangs den erkrankten Axel Harnack vertritt, dann die Nachfolge von Aurel Voss übernimmt und schließlich Ordinarius am Lehrstuhl für Darstellende Geometrie wird (1887). In dieser Dresdner Zeit erarbeitet Rohn gemeinsam mit Erwin Papperitz den ersten (1893) und zweiten Band (1896) vom Lehrbuch der Darstellenden Geometrie, welches nach Rohns Tod um einen dritten Band (1921) erweitert wurde.

1904 erfolgt sein Ruf für die Professur in Reine und Angewandte Mathematik an der Universität Leipzig. Ein Jahr später wird er Direktor des Mathematischen Instituts. Karl Rohn bleibt bis zu seinem Tode am 4. August 1920 in Leipzig. Er ist der Erfinder des Ellipsenzirkels und bis heute als bedeutender Geometer bekannt.

Letzte Änderung: 10. März 2015