Hermann Hankel

Hermann Hankel
(1839 – 1873)

Hermann Hankel wird am 14. Februar 1839 in Halle geboren. 1849 zieht seine Familie nach Leipzig um, da sein Vater der Physiker Dr. Wilhelm Hankel hier an der Universität berufen wurde. Hermann Hankel besucht das Nicolaigymnasium, absolviert dieses 1857 erfolgreich und beginnt sein Studium. Er hört Vorlesungen bei seinem Vater, Moritz Wilhelm Drobisch, August Ferdinand Möbius, und Wilhelm Scheibner.

1860 wechselt er nach Göttingen und hört hier bei Bernhard Riemann die Theorie der komplexen Funktionen. Ein Jahr später verlässt Hankel Göttingen und promoviert mit seiner Arbeit Über eine besondere Classe symmetrischer Determinanten bei Möbius und Drobisch. Anschließend geht er nach Berlin, um bei Karl Weierstraß und Leopold Kronecker Vorle-sungen zu hören. 1862 kehrt Hankel nach Leipzig zurück und habilitiert sich ein Jahr später an der Universität mit der Abschrift Über die Euler’schen Integrale bei unbeschränkter Variabilität des Argumentes zum Privatdozenten. 1867 wird er zum außerordentlichen Professor in Leipzig ernannt, bekommt aber im gleichen Jahr einen Ruf auf eine ordentliche Professur nach Erlangen und 1869 nach Tübingen. Am 29. August 1873 stirbt er in Schramberg im Alter von 34 Jahren.

Hermann Hankel ist heute für die Hankel-Matrix und die Hankel-Funktion bekannt. Besonders die komplexe Darstellung der Gammafunktion, Lösungen der Besselschen Differentialgleichung und der Beweis des Satzes, dass eine Erweiterung der komplexen Zahlen nicht möglich ist, wenn alle Rechengesetze weiterhin gelten sollen, tragen zu seiner Bekanntheit bei.

Letzte Änderung: 10. März 2015