Herbert Seifert

Herbert Seifert
(1861 – 1941)

Karl Johannes Herbert Seifert wird am 27. Mai 1907 in Bernstadt geboren und besucht nach Umzug der Familie die Knabenbürgerschule in Bautzen. Nach seinem Abitur studiert er 1926 an der Technischen Hochschule in Dresden Mathematik und Physik. Vor allem die Vorlesungen über Topologie bei William Threlfall begeistern den jungen Seifert. 1928/29 geht er für ein Semester nach Göttingen um hier die Vorlesungen von David Hilbert zu hören. In diesem Semester lernt Seifert Heinz Hopf und Pawel Alexandrow kennen.

Als er nach Dresden zurückkehrt, entwickelt sich eine enge Freundschaft mit William Threlfall. 1930 promoviert er über dreidimensionale geschlossene Mannigfaltigkeiten zum Dr. rer. tech. Ein Jahr später führt Seifert dies in seinem Werk Konstrutktion dreidimensionaler geschlossener Räume weiter aus. 1932 geht er zu Bartel Leendert van der Waerden nach Leipzig und promoviert hier zum Dr. phil. mit dem Thema Topologie dreidimensionaler gefasster Räume (1933).

Nach seiner Habilitation über stetige Vektorfelder wird er 1934 zum außerordentlichen Professor in Dresden und ein Jahr später in Heidelberg berufen. Drei Jahre später wird er zum ordentlichen Professor berufen. Während des Krieges ist er am Braunschweiger Institut für Gasdynamik tätig.

Als 1946 die Universität Heidelberg wieder die Lehre aufnimmt, geht er zurück und bleibt dort, sowohl bis zu seiner Emeritierung 1975, als auch bis zu seinem Tod am 01. Oktober 1996.

Letzte Änderung: 10. März 2015