Friedrich Wilhelm Levi

Friedrich Wilhelm Levi
(1888 – 1966)

Am 06. Februar 1888 wird Friedrich Wilhelm Daniel Levi in Mühlhausen geboren. 1906 beginnt er sein Studium der Mathematik und Physik in Würzburg, Leipzig und Göttingen, welches er 1911 mit seiner Promotion in Mathematik an der Universität Straßburg bei Heinrich Martin Weber über Integritätsbereiche und Körper dritten Grades beendet. 1914 hat er bereits seine Habilitation eingereicht, allerdings dient er als Leutnant im ersten Weltkrieg, so dass das Habilitationsverfahren zum Thema Abelsche Gruppen mit abzählbaren Elementen erst danach (1919) an der Universität Leipzig abgeschlossen werden kann.

Ab 1919 ist er Privatdozent für Mathematik an der Universität, wo er vier Jahre später eine nichtplanmäßige außerordentliche Professur für Mathematik bekommt. Diese hat Levi bis 1935 inne, wobei ihm 1933 jedoch schon die Lehrbefugnis durch das Naziregime entzogen wird. 1936 wandert er nach Indien aus und bekommt hier eine Professur für Höhere Mathematik an der Universität Kalkutta. Hier ist er zwölf Jahre lang tätig, dann geht er als Professor nach Bombay an das Tata Institute of Fundamental Research.

1952 kehrt er nach Deutschland zurück und wird Professor an der Freien Universität Berlin und danach an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort bleibt er bis zu seinem Tod am 01. Januar 1966.

Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt vor allem auf der kombinatorischen Topologie und Gruppentheorie.

Letzte Änderung: 10. März 2015