hausdorff

Felix Hausdorff
(1868-1942)

Felix Hausdorff wird am 08. November 1868 in Breslau geboren. Er besucht in Leipzig zunächst die zweite Bürgerschule zu Leipzig und ab 1878 das Nicolai-Gymnasium, welches er 1887 erfolgreich verlässt.

Von 1887 bis 1891 studiert er Mathematik und Astronomie an der Universität Leipzig. Innerhalb dieses Studiums verbringt er das Sommerse-mester 1888 in Freiburg und das folgende Wintersemester in Berlin. In seinen letzten Semestern schließt er sich eng an Heinrich Bruns an, der zu dieser Zeit Direktor der Sternwarte ist. Hausdorff hört außerdem Vorle-sungen bei Sophus Lie, Carl Neumann, Adolph Mayer und Gustav Heinrich Wiedemann.

Nach Abschluss seines Studiums promoviert Hausdorff mit der Schrift Zur Theorie der astronomischen Strahlenbrechung. 1895 habilitiert er sich mit dem Thema Über die Absorption des Lichtes in der Atmosphäre. Damit wird er Privatdozent und erhält im Jahre 1903 den Titel eines außer-ordentlichen Professors. In seiner Leipziger Zeit entstehen in Verbindung mit Georg Cantor wichtige Arbeiten zur Mengenlehre.

1910 wird er auf ein Extraordinariat nach Bonn berufen und schon drei Jahre später bekommt er einen Ruf auf eine ordentliche Professur in der Hansestadt Greifswald. Er wechselt ein letztes Mal 1921 die Universität mit einer ordentlichen Professur in Bonn, die er bis zum Beginn des Nationalsozialismus innehat. Am 26. Januar 1942 geht er, vor der angeordneten Internierung, mit seiner Frau in den Freitod.

Hausdorff ist als Mitbegründer der Topologie durch den Begriffe des Hausdorff-Raumes bekannt. Er hat außerdem wesentliche Beiträge zur Mengenlehre, Maßtheorie, Funktionalanalysis und Algebra geleistet.

Letzte Änderung: 17. März 2015