Eberhard Hopf

Eberhard Hopf
(1902 – 1983)

Eberhard Frederich Ferdinand Hopf wird am 04. April 1902 in Salzburg geboren. Im Alter von 18 Jahren beginnt er sein Studium der Mathematik und Physik an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. 1925 schließt er dieses Studium ab und promoviert 1926 in Berlin mit der Arbeit Über die Zusammenhänge zwischen gewissen höheren Differenzenquotienten reeller Funktionen einer reellen Variablen und deren Differenzierbarkeits-eigenschaften bei Erhard Schmidt und Issai Schur. 1929 habilitiert er sich für Astronomie und Mathematik und wird so Privatdozent in Berlin.

1930 geht er ein Jahr lang als Rockefeller-Stipendiat an die Harvard University. Anschließend wird er für fünf Jahre Assistent am Massachusetts Institute of Technology.

1937 bekommt er einen Ruf auf eine ordentliche Professur für Mathematik an der Universität Leipzig. Hopf nimmt diesen an und kehrt nach Deutschland zurück. Im gleichen Jahr erscheint sein Werk Ergodentheorie. Ein weiteres Ergebnis dieser Zeit sind die Wiener-Hopf Gleichungen. In Leipzig forscht Hopf zur Quantenmechanik. Es erscheint außerdem das Werk Statistik der geodätischen Linien in Mannigfaltigkeiten negativer Krümmung (1939).

1942 wird Hopf verpflichtet, an der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug zu arbeiten. Zwei Jahre später nimmt er die Nachfolge von Constantin Carathéodory in München an. Bereits 1947 geht Hopf zurück nach Amerika und veröffentlicht hier die Lösung für das Hurewicz-Problem. 1949 wird er amerikanischer Staatsbürger und arbeitet bis zu seiner Pensionierung 1972 als Professor an der Indiana University. Eberhard Hopf stirbt am 24. Juli 1983 im Alter von 81 Jahren in Bloomington.

Letzte Änderung: 10. März 2015