Bartel Leendert van der Waerden

Bartel Leendert van der Waerden
(1903 – 1996)

Bartel Leendert van der Waerden wird am 02. Februar 1903 in Amsterdam geboren. Von 1919 bis 1925 studiert er an der dortigen Universität Mathematik, unter anderem bei Hendrik de Vries. Nach Abschluss seiner Studien erhält er ein Stipendium für ein post-graduate Studium in Göttingen. Er promoviert 1926 bei de Vries zum Thema De algebraiese grondslagen der meetkunde van het aantal. Bereits ein Jahr später habilitiert er in Göttingen, während er an der Universität Hamburg tätig ist. Nach der Habilitation ist er Privatdozent an der Universität Göttingen (1927/28) und wird als außerordentlicher Professor für Mathematik an die Universität Groningen berufen. Zu diesem Zeitpunkt hat er bereits einige Beiträge zur Zahlentheorie, Topologie, algebraischen Geometrie und zur Algebra geleistet. Zu den bedeutendsten zählt dabei wahrscheinlich sein Werk Moderne Algebra I & II (1930/31).

1931 erfolgt die Berufung zum ordentlichen Professor der Mathematik an die Universität Leipzig. Gleichzeitig wird er als Mitdirektor des Mathematischen Seminars und des Mathematischen Instituts bestellt. In dieser Zeit erscheint sein Werk Die gruppentheoretische Methode in der Quantenmechanik (1932), das er aus gemeinsamen Seminaren mit Werner Heisenberg und Friedrich Hund entwickelte. Van der Waerden bleibt bis 1945 in Leipzig, geht jedoch mit seiner Familie aufgrund der Folgen des zweiten Weltkriegs wieder in die Niederlande zurück.

1948 wird er für eine ordentliche Professur an der Universität in Amsterdam berufen. Drei Jahre später übernimmt er in Zürich den Lehrstuhl für Mathematik (bis 1972) und verbleibt dort bis zu seinem Tod am 12. Januar 1996. Im Alter von 81 Jahren bekam er die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig.

Letzte Änderung: 10. März 2015